Unterhaltungsabend „Musiade“ – 15. November 2014

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MUSIADE
Unterhaltungsabend des H.H.C. Waldhausen
Samstag, 15. November 2014
Remstalhalle Waldhausen

Die Spiele von Waldhausen
Viele Städte bewerben sich für die Austragung olympischer Sommer- oder Winterspiele. Waldhausen hat sie bekommen. Und das gleich beide auf einmal!
Musiade nannte der Handharmonika-Club (H.H.C.) Waldhausen seine Spiele von Waldhausen, einem bunten Unterhaltungsabend mit viel Musik, sportlichen Elementen und Kombinationen von beidem.
Musikalische Spiele, Mannschafts- und Einzeldisziplinen, Spitzenleistungen und beachtliche Mannschaftsleistungen wurden dem Publikum in der vollbesetzten Remstalhalle geboten. Und schon der Beginn erinnerte an eine Eröffnungsfeier, als die Orchester und Gruppen in die zur Arena umgestalteten Halle einzogen. Moderator Stefan Kunz begrüßte die „Nationen“, es folgte der Fackelläufer und entzündete das Feuer. Die Spiele konnten beginnen!
Passend startete das Akkordeonorchester des H.H.C. unter der Leitung von Lydia Lick mit dem von Hans-Günther Kölz arrangierten Titel „Winter Games“. Fortan gehörte die Bühne den Nachwuchskünstlern. Den Auftakt machte das Flötenensemble des H.H.C. unter der Leitung von Tatjana Schwanitz. Das Flötenensemble ist seit mittlerweile 10 Jahren ein fester Bestandteil beim H.H.C., die Erfolge sind ganz eng mit dem Engagement von Tatjana Schwanitz verbunden.
Das Akkordeon-Duo Simon Blessinger und Timo Majer gab mit den Stücken „Libertango“ und „Walzer Nr. 2“ einen schönen Einblick, was man als Akkordeonschüler beim H.H.C. erreichen kann. Noch nicht ganz so weit sind die Kinder vom Schülerorchester. Diese im Frühjahr als Projekt gegründete Gruppe dient der Vorbereitung für den Einstieg im Jugendorchester. Und zusätzlich zum Einzelunterricht konnten die Kinder hier erste Erfahrungen im Orchesterspiel sammeln. Alle Mitglieder des Schülerorchesters sind jetzt eingeladen, ab dem neuen Jahr im Jugendorchester mitzumachen. Auch alle, denen eine Teilnahme bei diesem Projekt jetzt nicht möglich war.
Mit Timothy Harrison hat der H.H.C. einen absoluten Ausnahmeschüler in seinen Reihen, der in diesem Jahr zum wiederholten Mal doppelter Akkordeon-Landesmeister wurde. Sein faszinierendes Spiel, Fingerfertigkeit gepaart mit ausgeprägter Musikalität, konnte auch das Publikum in der Remstalhalle in seinen Bann ziehen. Nach Einzelvorträgen musizierte er noch gemeinsam mit seinem Ausbilder vom H.H.C., Anatoli Lick, zu einer Zugabe kam noch Timo Majer dazu. Timo Majer, ebenfalls Schüler bei Anatoli Lick, absolvierte in diesem Jahr erfolgreich die Ausbildung zum Musikmentor. Sie alle boten den Nachweis, dass beim H.H.C. sowohl in der Breite als auch in der Spitze hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wird. Und das Instrument Akkordeon gerade auch für junge Menschen attraktiv ist und vielfältige Möglichkeiten bietet.
Der Abschluss des ersten Programmteils gehörte dem Jugendorchester unter der Leitung von Lydia Lick. Im Jugendorchester spielen Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 20 Jahren. Das Hauptinstrument ist das Akkordeon, aber jederzeit sind auch Kinder mit Flöte, Gitarre oder Keyboard willkommen. Die Schlagzeuger Louis Schuler, Jonas Rülicke und beim Schülerorchester Maurice Arendt kamen alle aus der Schlagzeugschule Daniel Schwenger „funky beat“ Plüderhausen. Über diese Kooperation freut man sich beim H.H.C. besonders. Denn einerseits erhalten die jungen Talente Auftrittsmöglichkeiten in einem Orchester, andererseits bereichern sie die Klangkörper.
Mit einem Intro eröffnete das Akkordeonorchester den zweiten Programmteil. Dieser hielt gleich eine unglaubliche Kombination aus Sport und Musik bereit. Einradfahrer vom Radfahrerverein Lorch fuhren durch die Halle und spielten gleichzeitig Akkordeon! Diese Einlage ist der Trainerin beim Radfahrerverein, Brigitte Wolfmaier zu verdanken. Sie ist gleichzeitig Spielerin im Akkordeonorchester des H.H.C. und hat mit ihren Schützlingen dieses Kunststück trainiert. Nicht weniger beeindruckend war das anschließende Schaufahren der Kunstradfahrer und der Einradformation, was das Publikum mit tosendem Beifall belohnte.
Post aus Wien lieferte das Akkordeonorchester auf musikalischem Weg dann mit dem Walzer „Brief aus Wien“ und entführte die Zuhörer dann nach Argentinien mit dem Tango Nuevo „Appassionado“.
Seit vielen Jahren können Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch das Gitarrenspiel beim H.H.C. erlernen. Ausbilder dafür ist der aus Russland stammende und in Fellbach lebende Boris Trusov. Mit drei Eigenkompositionen glänzte der Virtuose als Solist beim Unterhaltungsabend.
Das Finale des Abends nahte. Und es erklang der „Henry-Maske-Song“. Es kamen die „Duellanten“ Timo Majer, Jakob Barth und Lukas Purr in die Arena und nahmen in ihren Ecken Platz. Sie waren allerdings nicht mit Boxhandschuhen ausgestattet, sondern mit Instrumenten. Es kam zum musikalischen Duell zwischen 10 Fingern (Timo Majer mit dem Akkordeon) und vier Händen (Jakob Barth und Lukas Purr mit dem Xylophon). Das Akkordeonorchester unter der Leitung von Lydia Lick spielte den bekannten „Zirkus Renz“, die Solisten duellierten sich und brillierten musikalisch.
Jakob Barth und Lukas Purr, beides Schlagzeugschüler von Gerald Plewan an der Städtischen Musikschule Schwäbisch Gmünd, boten anschließend mit ihrem Ausbilder ein beeindruckendes rhythmisches Solo dar. Alle drei begleiteten an diesem Abend auch das Akkordeonorchester bei allen Stücken am Schlagwerk.
Schöne Musik zum Abschluss vom Akkordeonorchester mit einem Medley von ABBA rundete eine rundum gelungene Samstagabend-Unterhaltung ab, die der H.H.C. Waldhausen mit einer fühlbar harmonischen Teamleistung bot.

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