Akkordeon-Burgfestival – 28. Juli 2018

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Akkordeon-Burgfestival – 28. Juli 2018
Burg Eppstein / Taunus (Hessen)

Unter dem Motto „drei Vereine, drei Ideen, eine Burg“ bot Eppstein im hessischen Taunus eine malerische Kulisse für ein überregional bedeutendes und besonderes Festival des Akkordeons.
Gastgeber Main-Accordion-Youth (MAY) aus dem Rhein-Main-Gebiet hatte dieses Festival organisiert und dabei bewusst grundsätzlich verschiedene Orchester eingeladen.
Mit MAY selbst war ein Orchester auf der Bühne, dessen noch junge Mitglieder anspruchsvolle und klassische Literatur spielen. Seit ca. 10 Jahren existiert das Projekt „MAY“, dier Vereinsgründung erfolgte 2018. Die Spieler stamman alle aus dem Großraum Frankfurt und haben sich aus Motivation zusammengeschlossen.
Das Orchester Akkordeon-Orchester Harmonia aus Tornesch (Hamburg) entstammt einem Kurs der Volkshochschule, ist aber ebenfalls seit vielen Jahren in dieser Besetzung zusammen. Zum Repertoire gehört ebenfalls anspruchsvolle Literatur.
Der Handharmonika-Club (H.H.C.) Waldhausen vertrat die klassischen Akkordeonvereine mit eigener Ausbildung. Doch auch in dieser Konstellation muss sich der H.H.C. nicht verstecken. Das Orchester unter der Leitung von Lydia Lick hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, dabei immer wieder Nachwuchsspieler eingebaut und bietet gehobene Unterhaltungsmusik.
Für Eppstein hatte man ein ganz besonderes Programm vorbereitet. Gemeinsam mit der Schweizer Panflöten-Virtuosin Carmen Bischof (Zürichsee) hatte man drei Stücke vorbereitet, die beim Publikum sehr gut ankamen.
Der H.H.C. Waldhausen nutzte das Gastspiel seines Orchesters zu einem Ausflug. Bereits freitags reisten Orchester, Begleiter und Fans nach Hessen. Bei hochsommerlichen Temperaturen erkundete man Wiesbaden. Am Abend dann das große Aufeinandertreffen aller drei Orchester und Kennenlernen.
Auch der Veranstaltungstag Samstag war zunächst von tropischer Hitze bestimmt. Die Hauptprobe und der Soundcheck im heißen Burghof geriet zum Belastungstest für Instrumente und Spieler.
Rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn sorgte ein Gewitter für Abkühlung – das Festival hatte nun ideale Bedingungen und mit der Burg einen würdigen Rahmen.
Vor Beginn des eigentlichen Konzerts referierten MAY über den Aufbau des vielseitigen Instruments Akkordeon, Tornesch erklärte, wie ein Akkordeonorchester aufgebaut ist und dem H.H.C. oblag es, die Klangvielfalt und die musikalischen Möglichkeiten zu präsentieren. Moderiert von Jugendleiter Simon Blessinger demonstrierten Ausbilder Anatoli Lick und die Akkordeonisten Timo Majer und Timothy Harrison eindrucksvoll verschiedene Stilrichtungen.
„Welcome to Venice“ – so der erste Titel des H.H.C. am Abend – machte mit seinem an Rondo Venziano angelehnten Stil und seinen kraftvollen Passagen sofort Eindruck beim Publikum. Der kraftvolle Klangkörper des stark besetzten Waldhäuser Orchesters erfüllte den Burghof. Gefühlvoll setzte man gemeinsam mit Panflötenklängen und den Stücken „El Condor Pasa“ sowie dem weltbekannten James-Last-Titel „Der einsame Hirte“ den Vortrag fort. Als Zugabe traf man mit dem Titel „Africa“ von Toto nicht nur den Geschmack des Publikums sondern hatte auch die passende Antwort zum Wetter.
Zum Finale des Abends musizierten alle drei Orchester gemeinsam und wählten Stücke der Gruppe ABBA. Nicht ohne Hintergrund. Auch ABBA spielte bereits auf der Burg Eppstein!
Für das Orchester des H.H.C. war diese Konzertreise eine ganz besondere Erfahrung, für alle mitgereisten Anhänger und Fans ein gelungener Ausflug.
Weitere Informationen zum H.H.C. Waldhausen, den Auftritten, Projekten und der musikalischen Ausbildung im Internet: www.hhc-waldhausen.de

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