Unterhaltungsabend „WETTEN WAS…???“ – 25. November 2017

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UNTERHALTUNGSABEND „WETTEN WAS…?“ – 25. November 2017

Einen großen Showabend bot der Handharmonika-Club (H.H.C.) Waldhausen mit seinem Unterhaltungsabend „Wetten was…???“ in der Remstalhalle Waldhausen. Der Akkordeonverein ließ den Fernsehklassiker auf seine Weise aufleben, bot dabei feine und gehobene Musik, darunter Hits von bekannten Stars und viele Showeinlagen. Originelle Wetten mit prominenten Wettpaten und ein gewitzter Showmaster komplettierten die spannende und kurzweilige Show.

Das Organisationsteam des H.H.C. hatte auch auf die vielen kleinen Details geachtet. Bereits am Eingang erhielt jeder Besucher Gummibären eines bekannten Herstellers, der auch beim Original seine bunten Bären beistellte. Unter der Leitung von Lydia Lick eröffnete dann auch das Akkordeon-Orchester originalgetreu mit der „Eurovisionsuite“. Vorsitzender Heiko Cammerer durfte im gut besetzten Saal zahlreiche Ehrengäste und viele Vertreter anderer Vereine begrüßen. Sicherlich ein Beleg dafür, dass der H.H.C. viele Kontakte pflegt. Gäste waren sogar eigens aus der Schweiz angereist.
Das Orchester setzte den musikalischen Teil mit einem Konzertstück im Stile von Rondo Veneziano, „Welcome to Venice“, fort und verabschiedete sich dann zunächst mit der Ouvertüre „Der Kalif von Bagdad“.
Alle Augen richteten sich jetzt auf die „Promi-Couch“, auf der Moderator Thomas Schwarz den ersten Promintenen des Abends empfing. Schwarz, in Waldhausen durch seine Kabarett-Veranstaltungen als „Voralbkomödiant“ und in der Region als Kabarettist und Theaterautor bekannt, schlüpfte in die Rolle des Showmasters.
Christiane Eichenhofer, als Vorstandsmitglied und Namensgeberin der gleichnamigen Stiftung, setzt sich für schwerkranke Kinder ein. Sie stand Pate für eine Wette von Marina Schramel und Celine Huttelmaier. Beide spielen beim H.H.C. Waldhausen Akkordeon und sind Mitglied der Landesliga-Turnerinnen der TSG Lorch-Waldhausen, die von Hannah Hermann trainiert werden. Allein am Geräusch erkannten sie die Turnübungen und sogar von wem es geturnt wurde ihrer Kameradinnen.
Mit ganz anderen Kunststücken begeisterte der 14-jährige Timothy Harrison auf der Bühne. Der Akkordeonschüler von Ausbilder Anatoli Lick beim H.H.C. wurde jüngst Landesmeister und lieferte dem staunenden Publikum einen eindrucksvollen Beweis.
Elfi Ochs aus Stuttgart, Inhaberin der Model-Agentur „Flair-Events“ stand Pate für die Wette der neunjährigen Akkordeonschülerin Amelie Brandenburger. Sie wettete, dass sie aus 87 Folgen „Bibi Blocksberg“ an 15 Sekunden Einspielung bei 5 von 6 Folgen den Titel nennen kann. Das misslang nur ganz knapp. Das Publikum schloss Amelie aber ins Herz und kürte sie am Ende des Abends zur Wettkönigin.
Das Finale des ersten Programmteils bestritt das Jugend-Ensemble des H.H.C. unter der Leitung von Timo Majer. Die Formation hat in den letzten Monaten für viel Aufsehen gesorgt und errang unter anderem beim Ensemble-Wettbewerb in Düsseldorf einen Pokal. Seither mehren sich die Auftrittsanfragen. In 2018 steht sogar ein Gastspiel in der Schweiz auf der Agenda.
Innerhalb weniger Wochen hat das Ensemble sein Repertoire erweitert und bot zwei neue Stücke auf. Ihren Klassiker „Englishman in New York“ enthielten sie dem Publikum trotzdem nicht. Beeindruckend, auf welchem Niveau und mit welcher Begeisterung junge Menschen beim H.H.C. Waldhausen musizieren.

Freddy Mercury eröffnete mit seiner Band „Queen“ und dem Titel „Bohemian Rhapsody“, dargeboten vom Akkordeon-Orchester, den zweiten Teil des Abends. Gleich im Anschluss folgte Michael Jackson und „Smooth Criminal“. Wer bis dahin das Akkordeon mit volkstümlicher Musik assoziierte, war spätestens dann vom Gegenteil überzeugt und fortan neuer Fan dieses vielseitigen Instruments.
Die Choreografie zum Titel lieferte dabei die Tanzgruppe „The Versatile“ unter der Leitung von Melanie Burkhardt, die ihr Können mit einer zusätzlichen Darbietung unterstrichen.
Mit dem Gemischten Chor des Liederkranz Waldhausen betrat nun ein musikalischer Gast die Bühne, mit dem der H.H.C. bereits in der Vergangenheit mehrfach kooperierte. Unter der Leitung von Gabriele Hermann gab es mit „Mir im Süden“ ein Hoch auf die Schwaben. Begleitet vom Akkordeon-Orchester präsentierte der Chor die gefühlvollen Stücke „Somewhere over the rainbow“ und „Hallelujah“ von Edward Cohen.
Bei der letzten Wette traten die Nachwuchs-Akkordeonisten Simon Blessinger und Timo Majer an. Sie spielten den „Spanischen Walzer“, zwei Auserwählte aus dem Publikum mussten die Anzahl der Takte erraten.
Prominenter Wettpate war kein geringerer als Jochen Haußmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag und gleichzeitig Präsident des Deutschen Harmonika Verbandes. Auf sein Kommen war man besonders stolz. Er zog sich aber nicht nur beim Interview auf der Couch mit dem perfekt agierenden Showmaster Thomas Schwarz gut aus der Affäre. Mit seinem Wetteinsatz verlieh er einer mit vielen Höhenpunkten gespickten Veranstaltung ein besonderes Glanzlicht. Als Melodika-Clown spielte er das kleine Tasteninstrument und nahm dabei Tischtennisbälle in den Mund. Was für eine Show!
Sophia Scheiner, Pianistin des Akkordeon-Orchesters, zeichnete für die Saalwette verantwortlich. Sie brachte das Publikum dazu, beatboxend den Saal zu rocken. Gleich im Anschluss stellte sie ihr Allroundtalent erneut unter Beweis, in dem sie das Orchester zu Mike Oldfield´s „Moonlight Shadow“ gesanglich und gleichzeitig am Piano begleitete.
Mit dem stilvollen Werk „La Storia“ des niederländischen Komponisten Jakob de Haan beschloss das Akkordeon-Orchester das offizielle Programm. Bei der Zugabe waren nochmal alls Aktiven auf der Bühne. Darunter die komplette Besetzung am Schlagzeug und Percussion. Der nominelle Schlagzeuger des H.H.C., Jonas Müller wurde auch schon während des Abends durch bewährte Mitstreiter unterstützt. Markus Purr von der Musikschule Schwäbisch Gmünd und dessen Lehrer Gerald Plewan, die schon mehrere Gastspiele beim H.H.C. hatten. Gleichzeitig pflegt der H.H.C. seit vielen Jahren eine Kooperation mit der Schlagzeugschule „funky beat“ aus Plüderhausen, dessen Leiter Daniel Schwenger mit seinem Schüler Dennis Bell das Klangbild aufwerteten. Dazu gesellten sich die Kinder des Schülerorchesters mit Schüttelrohr und Schellenkranz.
Ergebnis war ein faszinierendes Klangerlebnis mit dem Titel „Africa“ von Toto, mit dem ein langer aber kurzweiliger Abend endete.
Bemerkenswert ist die Teamleistung des H.H.C., der das Programm komplett gestaltete, die Veranstaltung selbst bewirtete und sich als harmonische Gemeinschaft präsentierte.
Mitmachen kann beim H.H.C. jeder – auch ohne Instrument. Weitere Informationen im Internet: www.hhc-waldhausen.de

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